|
Allgemeine
Ziele
Funktionelle
Genomik der Bakterium-Wirt-Interaktion in der Sepsis und dem septischen
Organversagen
Die
Mortalitätsraten der Sepsis, des septischen Schocks und des septischen
Organversagens bleiben inakzeptabel hoch und haben sich in den letzten
20 Jahren nicht wesentlich verbessert. Das Zusammenspiel von mikrobiellem
Angriff und Immun- und Entzündungsantwort des Wirtes ist komplex
und unvollständig verstanden. Es wird geschätzt, daß ungefähr
bei 1 % aller stationären Patienten ein septischer Schock - mit Mortalitätsraten
von 30 - 40 % -diagnostiziert wird. Die Sepsis und das damit verbundene
Syndrom des Multiorganversagens sind die Haupttodesursache in der modernen
Intensivmedizin weltweit.
Sepsis ist keine Krankheit sondern ein Syndrom, das als Konsequenz der
direkten zellulären Effekte der mikrobiellen Agenzien und der Induktion
einer systemischen Entzündungsantwort zu einem Multi-Organversagen
im betroffenen Wirt führt. Dies führt zu schweren Makro- und
Mikrozirkulationsstörungen und damit zu Störungen der Organperfusion.
Der Fokus dieses Antrages liegt auf dem Verständnis des molekularen
Zusammenspiels von bakteriellem Angreifer und betroffener Wirtszelle.
Durch den Ansatz der "zellulären Mikrobiologie" werden
Experimente sowohl mit virulenten Bakterien wie auch relevanten humanen/tierischen
Zellen durchgeführt. Diese Studien sind hinsichtlich ihrer Komplexität
verschieden:
- Untersuchung
der Interaktion von Bakterien und Zellkulturen
- Experimente
mit perfundierten Organen, Einfluß auf Epithel- und Endothelbarrieren
-
Infektionsmodelle mit Tieren, Verwendung von genetisch suszeptiblen
und resistenten Linien so wie von transgenen Tieren
- prospektive
Studien mit definierten Patientenkohorten, die ein hohes Risiko für
die Entwicklung einer Sepsis und eines septischen Organversagens haben
|