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Einigung nach Spitzengespräch
Geplantes Medizin-Forschungsgebäude: Uni und Stadt verständigen sich auf Vorgehen

Stadt und Universität haben sich beim Bau des dringend benötigten Medizin-Forschungsgebäudes im Süden Gießens auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Hochschulleitung und Rathausspitze seien sich bei einem Treffen am Mittwoch über die strategische Bedeutung der rund 40 Millionen Euro teuren Investition einig gewesen, heißt es in einer Mitteilung von Stadt und Hochschule.

Angaben über den exakten Standort des Projekts - dem Streitpunkt zwischen Stadt und Universität -, machten beide Seiten allerdings nicht. Das geplante Bauprojekt ist Teil des von der hessischen Landesregierung aufgelegten Hochschulbauförderprogramms "Heureka", das bis zum Jahr 2020 mehr als 500 Millionen Euro nach Gießen spülen wird.

Bei dem mehrstündigen Gespräch hätten Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee, Kanzler Dr. Michael Breitbach sowie auf städtischer Seite Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Baudezernent Thomas Rausch zusammen mit ihren Verwaltungsmitarbeitern die planerischen Probleme des Standorts Aulweg/Paul-Meimberg-Straße besprochen und Lösungen diskutiert. Den universitären Interessen werde von Seiten der Stadt dadurch Rechnung getragen, dass bereits jetzt das Verfahren zur Schaffung des nötigen Baurechts mit der Einleitung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung eröffnet werde, erklärte der Magistrat der Stadt. Gleichzeitig würden aber auch die notwendigen Gespräche mit den direkten Anwohnern zeitnah begonnen werden. Weiterhin hätten Hochschule und Stadt Zeitpläne und Verfahren abgestimmt, um auch die weitere Entwicklung des Projekts am Aulweg/Paul-Meimberg-Straße in zwei Bauabschnitten gemeinschaftlich umzusetzen. Dabei habe die Universität mögliche Lösungswege für die viel diskutierten Parkplatzfragen aufgezeigt.

Mit dem Bau des Forschungsgebäudes will der Medizin-Fachbereich einen Großteil der Forschungsflächen (4000 Quadratmeter) auffangen, die durch den Neubau des neuen Bettenhauses verloren gehen (6000 Quadratmeter). Dessen Fertigstellung ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Während bislang Hochschule und Land einen Standort längs des Aulwegs unmittelbar neben dem Wohnhaus Nr. 126 favorisiert hatten, sprach Baudezernent Rausch sich für eine Fläche in Verlängerung der Klinik Seltersberg entlang der Paul-Meimberg-Straße in Richtung Aulweg aus. Dazu müsste allerdings das Wohnhaus abgerissen werden, was wiederum Universität und die Rhön-Klinikum AG als Eigentümerin der Uni-Klinik vermeiden wollen.


Quelle: Giessener Anzeiger (2010-01-29)
Webseite: http://www.giessener-anzeiger.de/
veröffentlicht von 2010-01-29 bis 2010-03-31


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