Die Mukoviszidose (lat.: mucus = Schleim; viszidus = zäh) ist die
häufigste ange-
borene Stoffwechselerkrankung. Infolge eines Gendefektes wird in vielen
Organen
des Körpers ein zähflüssiger Schleim gebildet, der bereits im
Kindesalter schwere Krankheitserscheinungen verursachen kann.
Die Verstopfung der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege verhindert
die
Verdauung von Fett- und Eiweißbestandteilen der Nahrung und führt zu
einer Stö-
rung der Vitaminversorgung.
 |
Die lebensbedrohende
Gefähr-
dung der Patienten geht vor
allem von den Schleimdrüsen
der Bronchien aus,
die einen abnormen zähen
Schleim produzieren. Dieser
führt zu einer Verstopfung der
Atemwege, zu ständig wieder-
kehrenden Lungenentzündun-
gen und zu fortschreitendem
Verlust von Lungengewebe.
Die Folgen sind Atemnot,
Sauerstoffmangel und
Schädigung des Herzens. |
|
Vererbung
5 % unserer Bevölkerung (ca. 3 Millionen) sind
Merkmalsträger. Gehen zwei Erbträger eine Verbindung ein, so
ist theoretisch damit zu rechnen, daß jedes 4. Kind an
Mukoviszidose erkrankt; 50 % der Kinder sind - wie die Eltern -
Merkmalsträger, aber gesund.
|
 |
|
In Deutschland gibt es ca. 5.000 Patienten.
Von den Mukoviszidose-Ambulanzen des Universitäts-Klinikums in Gießen
aus
werden z.Z. ca. 200 Patienten betreut bzw. mitbetreut.
Wichtige Krankheitszeichen
- quälender
Husten
- Atemnot
- starker Salzgehalt des
Schweißes
|
- Verdauungstörungen
- Wachstumsstörungen
- Untergewicht
|
Husten und Auswurf legen
den Verdacht auf eine Infektionskrankheit nahe.
Mukoviszidose ist jedoch nicht ansteckend.
Behandlung der Mukoviszidose
- lebenslange medikamentöse
Behandlung
- Ersatz fehlender Verdauungssäfte und
Vitamine
- regelmäßige
Inhalationsbehandlung
- spezielle Atemtherapie und
krankengymnastische Behandlung zur
Schleimentfernung
- bei Bedarf Sauerstoffzufuhr.
Eine Möglichkeit der Heilung besteht
noch nicht, obwohl die eigentliche Ursache
der Mukoviszidose - ein Gendefekt auf dem langen Arm des Chromosoms 7 -
seit 1989 bekannt ist.
Forschungsprojekte in Gießen
Die Mukoviszidose-Forschung gehört seit langen zu den Schwerpunkten
der
Gießener Universitäts-Kinderklinik. Sie konzentriert sich u.a.
auf:
- die frühe Erfassung von Atmungs- und
Verdauungstörungen
- die Entwicklung bzw. Verbesserung von krankengymnastischen
Techniken
- Möglichkeiten zur Entlastung der
Atemmuskulatur
- Optimierung der Verdauung und Ernährung
- Erprobung neuer Medikamente zur Entzündungsdämpfung und
zur
Verflüssigung des Schleims in den Atemwegen (Amilorid, DNase
u.a.).
- moderne
Diagnostik.
Da nicht genug
öffentliche Mittel zur Verfügung stehen, sind eine angemessene
Betreuung
der Patienten und eine intensive Forschungsarbeit auf diesem speziellen Gebiet
nur durch zusätzliche Mittel möglich.
Der Mukoviszidose-Förderverein Gießen e.V. hat es sich zur
Aufgabe gemacht,
diese Mittel bereitzustellen und den Patienten und ihren Familien in allen
Situationen Hilfestellung zu leisten. Darüber hinaus ist es sein Ziel, die
Informations- und Aufklä-
rungsarbeit über die Krankheit zu intensivieren.
Insgesamt müssen pro Jahr etwa 200.000,- Euro aufgebracht
werden. Das Geld
wird für Personal und Geräte benötigt, um eine optimale und
beständige Versorgung
der Patienten und eine effektive Forschungsarbeit zu ermöglichen. Nur so
können Lebensqualität und Lebenserwartung der Patienten verbessert
werden. Für jede Unterstützung unserer Arbeit sind wir daher dankbar
!
Spendenkonten des
Mukoviszidose Förderverein Gießen e. V.
Volksbank Mittelhessen
Kto.Nr. 51.666666
BLZ 513 900 00 |
Sparkasse Gießen
Kto.-Nr. 200 604 120
BLZ 513 500 25 |
Ihre Spende ist steuerlich begünstigt. Sie kommt in voller Höhe
unseren Patienten zugute.
| Der Vorstand des Mukoviszidose
Förderverein e. V. |
Vorsitzender: Prof. Dr.
H. Lindemann, Gießen,
Tel. 0641/99-43430
Stellvertretende Vorsitzende:
Bernd Heuser, Heuchelheim, Tel. 0641/67815, und
Dr. Christian Geidel, Grünberg,
Schatzmeister: Ulrich Keller, Wettenberg,
Tel. 06406/73877
Schriftführerin: Renate Lindemann, Gießen,
Tel. 0641/48846 |